Was Bernstein überhaupt ist
Bernstein ist kein Stein. Es ist fossiles Harz von Nadelbäumen, die vor rund 40 Millionen Jahren im heutigen Ostseeraum wuchsen. Das Harz floss aus den Stämmen, wurde begraben, und über Jahrmillionen härtete es aus.
Deshalb ist Bernstein warm im Ton, leicht in der Hand – und manchmal sind Insekten darin, die vor 40 Millionen Jahren im klebrigen Harz stecken blieben.
Warum so viel gefälscht wird
Echter Bernstein ist begehrt und begrenzt. Kunstharz sieht auf einem Foto fast identisch aus und kostet nichts. Deshalb ist der Markt voll davon – besonders auf Ferienmärkten und in Onlineshops ohne Herkunftsangabe.
Vier Tests
1. Der Salzwasser-Test (der beste)
Löse 8–10 Teelöffel Salz in einem Glas warmem Wasser auf. Echter Bernstein schwimmt. Kunstharz und Glas sinken. Bernstein hat eine Dichte von etwa 1,05 g/cm³ – knapp über der von Süsswasser, aber unter der von Salzwasser.
Achtung: Nur bei unbehandelten Steinen. Bei gefasstem Schmuck zieht das Silber den Stein nach unten – der Test funktioniert dann nicht.
2. Der Wärme-Test
Halte den Stein in die Hand. Bernstein wird schnell handwarm. Glas und Stein bleiben kühl. Kunstharz allerdings auch – dieser Test schliesst nur Glas aus.
3. Das Gewicht
Bernstein ist auffallend leicht. Fühlt sich ein „Bernstein" schwer an wie Glas, ist es keiner.
4. Einschlüsse und Unregelmässigkeiten
Echter Bernstein hat Trübungen, kleine Bläschen, Farbverläufe. Perfekt gleichmässiges, blasenfreies Honiggelb ist ein Warnsignal – die Natur arbeitet nicht so sauber.
Der sicherste Weg
Kauf bei jemandem, der die Herkunft nennen kann. Unser Bernstein kommt aus der Ostsee und ist gemmologisch geprüft – vom Labor in Monaco in Zusammenarbeit mit der Universität Lyon.